Mehrgenerationenhaus


Dort, wo früher ein Kino war dann lange Zeit ein Lebensmittelmarkt und ein Gastronomiebetrieb mit Fremdenzimmern sowie eine Kneipe verändert sich derzeit einiges. Das alte Gebäude Am Römerkastell 69 wurde abgebrochen. Nun bietet sich die Chance diesen Ort als neues Zentrum zu entwickeln - zusammen mit den benachbarten Gebäuden: dem Nachbarschaftszentrum mit Familienzentrum und der Raufutterscheune, in der seit Anfang 2014 eine Waldorf-Kita ihren Betrieb aufgenommen hat.

Der Siegerentwurf für den Neubau des Mehrgenerationenhauses ist gekürt. Am 7. April 2014 hat das Preisgericht getagt und den Entwurf des Berliner Architekturbüros von Ey ausgewählt. Die Projektgruppe "Haus Römer" im Rahmen der Bürgerbeteiligung Zukunft Hallschlag hatte sich zusammen mit den beteiligten Einrichtungen als zukünftige Nutzer lange mit dem anspruchsvollen Raumkonzept für den Neubau auseinander gesetzt und den Anforderungskatalog für den Architektenwettbewerb festgelegt. Mit dem Konzept werden bestehende Angebote zusammengeführt und fehlende Angebote ergänzt. Als Ort der Begegnung und Bildung kann das Mehrgenerationenhaus im Herzen des Hallschlags zur nachhaltigen Stabilisierung des Stadtteils beitragen.

Chronologie Projektentwicklung
Konzeption und Raumprogramm
Siegerentwurf Neubau

Spatenstich Mehrgenerationenhaus

spatenSpatenstich mit den
Projektbeteiligten
Mit dem Spatenstich am 6. Oktober 2016 startete der Bau des Mehrgenerationenhauses. Baubürgermeister Peter Pätzold und SWSG-Geschäftsführer Samir Sidgi gaben zusammen mit Projektbeteiligten sowie dem Architekten den Startschuss zum Baubeginn. Der Neubau Am Römerkastell 69 komplettiert das Gemeinwesenzentrum im Hallschlag und bildet zusammen mit den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden Am Römerkastell 71 bis 75 (Kinderhaus, Nachbarschaftszentrum, Raufutterscheune) das Mehrgenerationenhaus.

haus neuVisualisierung Neubau Am Römerkastell 69 (Siegerentwurf überarbeitet, von Ey, Berlin)
Von Ey setzt das Raumprogramm in einem klaren Baukörper mit Satteldach um, der sich in die Umgebung selbstverständlich einfügt und zugleich die besondere Adresse als Zentrum des Gemeinwesens signalisiert. Entlang der Essener Straße wird ein Vorplatz angeordnet, der als Außenbereich des Erdgeschosses genutzt werden kann, die Wohnungen darüber erhalten großzügige Terrassen. Spielbereiche im Blockinneren und die Gartensituation am Gebäudeanschluss komplettieren das Freitraumangebot. Die Wohnungen haben einen guten Zuschnitt und der Grundriss der Ambulanten Pflegewohngemeinschaft ist gut organisiert. Im Erdgeschoß sind die Publikumsmagnete Café, Bibliothek und Infotheke an der Ecke Essener Straße / Am Römerkastell richtig platziert.
Haus Römer haus roemer abbruch roemer-bestand
Am Römerkastell 69
mit Penny-Markt
Abbruch Ende 2013 Raufutterscheune, Nachbarschaftszentrum und ehem. Gebäude Am Römerkastell 69


Chronologie der Projektentwicklung

  • 6. Oktober 2016: Spatenstich und Baubeginn des Mehrgenerationenhauses.
  • 2016: Das Grundstück wird an die SWSG verkauft. Da die Stadt die Räume im EG für verschiedene Gemeinbedarfsnutzungen mietet werden mehrere Förderverträge abgeschlossen. Am 8. Juli wird die Baugenehmigung erteilt.
  • 2015: Entwicklung Gesamtkonzept FORUM 376, Antragstellung von Stellenanteilen für den Haushalt 2016/17, Optimierung der Grundrisse und Vorbereitung des Bauantrags
  • seit Sommer 2014: externe Prozessbegleitung - Vertiefung von Raumprogramm, Konzeption, Organisation und Struktur des Hauses und der Trägerschaft
  • September 2013 bis April 2014: nichtoffener EU-weit ausgeschriebener Planungswettbewerb für das Mehrgenerationenhaus.
  • Sommer 2013: Abbruch des Bestandsgebäudes Am Römerkastell 69 (ehemaliger Penny-Markt).
  • "Kunst 376: Fotografie und Urbane Kunst" – so der Titel für eine Ausstellung in den ehemaligen Räumen des Penny-Markts im Mai 2013.
  • März 2013: über 300 positive Stimmen für das Projekt, das unter dem Titel "Mehrgenerationenhaus Am Römerkastell 69" als Vorschlag in den zweiten Stuttgarter Bürgerhaushalt eingebracht wurde. Große Banner an der Hausfassade informieren über die bevorstehende Projektentwicklung.
  • Beauftragung verschiedener Gutachten im Frühjahr 2013: Lärmschutzgutachten; Ampelsteuerung; Brandschutz im Zusammenhang mit der Zusammenlegung von drei Tiefgaragenzufahrten
  • Anfang 2013: Abwägung und Entscheidung über das Verfahren: Projektentwicklung im bestehenden Baurecht
  • Testentwurf durch die SWSG Anfang 2013 zur Prüfung, ob das Konzept im bestehenden Baurecht umsetzbar wäre.
  • Testentwurf durch Kottkamp & Schneider im Herbst 2012, um das Raumkonzept zu vertiefen und die baurechtlichen Rahmenbedingungen zu untersuchen.
  • Im bestehenden Gebäude Am Römerkastell 69 waren von April 2012 bis März 2013 interimsweise Flüchtlinge untergebracht.
  • Planungswerkstatt mit potenziellen Mietern des Neubaus, Nutzern des Nachbarschaftszentrums und Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung am 24. April 2012: Konkretisierung des Konzeptes, Flächeneinsparungen, Ressourcenbündelung
  • Vorstellung der Machbarkeitsstudie im UTA und im Bezirksbeirat, Vorstellung des Konzeptes mit Stand Familienzentrum im Bezirksbeirat im März 2012: breite Unterstützung aller Fraktionen für das Konzept, umfassende Information der Öffentlichkeit nach Pressegespräch
  • Machbarkeitsstudie durch Kottkamp & Schneider von Herbst 2011 bis Anfang 2012 – folgende Nutzungen wurden in der Bürgerbeteiligung für den Neubau entwickelt: AWO-Begegnungsstätte, Familienzentrum, internationale Bibliothek, Bürgerraum und Vereinsbüro, barrierefreie Wohnungen – Wohnen für Senioren
  • Projektgruppe Haus Römer ab 2011: Entwicklung Nutzungs- und Betriebskonzept; als Arbeitstitel wird "FORUM 376" gewählt
  • Modellvorhaben "Bildung durch Beteiligung im Familienzentrum" des Kinderhauses Hallschlag im Soziale Stadt-Programm von 2011 bis 2013; ab Januar 2014 Regelförderung über die Landeshauptstadt Stuttgart
  • Projektgruppe Räume 2009-2010: Bestandsaufnahme, Sammlung von Bedarfen, Zwischennutzung Am Römerkastell 69 durch Künstlergruppe
  • Projektgruppe Räume 2009-2010: Bestandsaufnahme, Sammlung von Bedarfen, Zwischennutzung Am Römerkastell 69 durch Künstlergruppe
  • Landeshauptstadt Stuttgart kauft im Jahr 2007 das Gebäude Am Römerkastell 69 im Rahmen der Sanierung.
  • Beginn des Projektes Soziale Stadt – Zukunft Hallschlag 2007 mit Stadtteilmanagement (Weeber+Partner), Integriertes Entwicklungskonzept


Konzeption und Raumprogramm
Herzstück im Erdgeschoss des Neubaus sind ein Café- und Mittagstischangebot (in Kooperation von AWO und sbr) sowie eine Infotheke. Sie sollen sich zu einem Treffpunkt und einer Drehscheibe für die Ehrenamtlichen im Stadtteil, für Institutionen, Vereine und für das gesamte Zentrum entwickeln. Das Begegnungs- und Servicezentrum für Senioren der AWO - bisher im Alten Waschhaus - wird barrierefrei und mit dem bestehenden Mittagstisch aus dem café nachbar zusammengeführt. Die internationale Bücherecke für Kinder - bisher im Stadtteilbüro - bekommt mehr Raum und wird zur Stadtteilbibliothek mit Medienraum für alle. Das Kinder- und Familienzentrum Kinderhaus Hallschlag bekommt einen weiteren Gruppenraum im Neubau. Diese Nutzungen werden eng mit dem bestehenden Nachbarschaftszentrum und mit der Raufutterscheue verknüpft. In den oberen Etagen des Neubaus wird barrierefrei gewohnt: Eine ambulant betreute Pflegewohngemeinschaft und Wohnungen für Ältere entstehen.
Die Einrichtungen in den drei Gebäuden – Raufutterscheune, Nachbarschaft-szentrum und Mehrgenerationenhaus – entwickeln jetzt zusammen und un-terstützt durch eine Prozessbegleitung, welche Strukturen notwendig sind und wie die Vision für dieses sich entwickelnde Zentrum gemeinsam gelebt werden kann.

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